SiN-Aktiv Fortbildungen

 

 

"Wer aufhört zu lernen, hört auf, gut zu sein…"

Dieser Satz aus der Sportlerwelt gilt auch für die Ehrenamtlichen der SiN. Darum bilden sich die Aktiven regelmäßig alle 2 Monate fort. Der Vorstand organisiert hierzu SiN-Aktiv Veranstaltungen zu Themen rund um unsere Tätigkeit als Notfallseelsorger.

Einen Auszug der Themen aus den vergangenen SiN-Aktiv haben wir hier aufgelistet.

 

Themen 2018:

 

14.05.2018: Deeskalation

Aufgrund des verstärkten Aufkommens von Angriffen gegenüber Angehörigen der Rettungskette haben wir uns noch einmal intensiv mit dieser Thematik beschäftigt. Frau Ilona Vogel, Spezialistin für Coaching und Supervision, hat uns an diesem Abend verschiedene Konfliktsituationen und den Umgang mit den eigenen und fremden Emotionen dargestellt. Selbststeuerung und Kommunikationsfähigkeit können in solchen Situationen entschärfend wirken. Wertschätzende Grundhaltung sich und anderen Menschen gegenüber, sowie psychologische Deeskalations-und Kommunikationstechniken sind dabei sehr hilfreich.

 

09.07.2018: Leben mit Demenz

Frau Mathilde Schmitz von der Alzheimer- und Demenzkranken Gesellschaft in Rüsselsheim hat in einem anschaulichen Vortrag die verschiedenen Krankheitsverläufe von Demenz und Alzheimer dargestellt und den Umgang mit den Betroffenen sowie die verschiedenen Behandlungs-und Hilfsmöglichkeiten erläutert.

 

10.09.2018: Besuch des Rettungshubschraubers Christoph 77 in Mainz

Wieder einmal stand ein Auswärtstermin im Rahmen unserer SiN-Aktiv an. Die Universitätskliniken in Mainz waren das Ziel. Ein Pilot des Rettungshubschraubers erklärte uns die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und berichtete sehr persönlich über seinen Werdegang und die tägliche Einsatzarbeit, eine ausführliche Besichtigung des Hubschraubers eingeschlossen.

 

Themen 2017:

 

13.03.2017: Schulderfahrung in der Einsatzpraxis

Pfarrer Liermann, Militärpfarrer aus Mainz, referierte über das Thema Schuld bei Opfern, Persönlich und in verschiedenen Lebensformen. In unseren Einsätzen werden wir oft mit dieser Thematik konfrontiert, da sie Teil der Trauerarbeit ist. Oft ist die Begleitung der Betroffenen mittels Innehalten, Abstand und aushalten geprägt. Das Wichtigste dabei ist, dass die Menschen beim Wort genommen werden und nicht tabuisiert wird.

 

08.05.2017: MAnV-Konzept im Kreis Groß-Gerau

MAnV ist die Abkürzung für den Begriff; Massenanfall an Verletzten. Hierzu hatten wir Björn Zarges, Mitarbeiter der Gefahrenabwehrzentrale des Kreises Groß-Gerau gewinnen können, der uns die die Alarmierung der verschiedenen Einsatzstufen näherbrachte. Anschaulich informierte er über die Einsatzplanung des Katastrophenschutzes und die verschiedenen Kategorien von Verletzten. Patientenablagen und Behandlungsplätze sowie die Dokumentation darüber war ein weiterer Schwerpunkt an diesen Abend.

 

10.07.2017: Aus der Arbeit eines Notarztes

Der ärztl. Leiter des Rettungsdienstes bei der Gefahrenabwehrzentrale des Kreises Groß-Gerau, Dr. Marco Renth, berichtete sehr eindrucksvoll über seine Erfahrungen bei erfolgreichen und nicht erfolgreichen Reanimationen. Hierbei ging es auch darum, in welcher Einsatzsituation der Notarzt die Seelsorge in Notfällen alarmieren lässt. Ein weiterer Punkt war an diesem Abend, welche medizinischen Maßnahmen wir vor Ort übernehmen sollen oder dürfen.

 

13.11.2017: Besuch der Pietät Petri in Rüsselsheim

Einen interessanten Einblick über die Arbeit eines Beerdigungsinstitutes bekamen wir an diesem Abend bei der Pietät Petri.

 

Themen 2016:

 

09.05.2016: Besuch der Feuerwache 1 in Frankfurt

Mit 15 Aktiven haben wir die Feuerwache 1 in Frankfurt besucht. In einem zweistündigen Rundgang durch alle Bereiche der Feuerwache und mit viel Information über die Ausbildung und den Tagesablauf in der größten Feuerwache Frankfurt waren die Teilnehmerinnen sehr beeindruckt.

 

14.05.2016: 1. Hilfe-Kurs

Im DRK-Stützpunkt Mörfelden haben wir in einer Tagesveranstaltung unsere Kenntnisse in 1. Hilfe aufgefrischt und vertieft. Unser Aktiver Klaus Huber hat mit den Teilnehmerinnen viele praktische Übungen durchgeführt, so dass wir unser Wissen in Notfällen gut einsetzen können.

 

11.07.2016: Trauern mit Kindern

Gudrun Hänel, unsere Ehrenvorsitzende, hat an diesem Abend sehr eindrucksvoll die verschiedenen Altersstufen und die damit verbundenen unterschiedlichen Betreuungsansätze in der Arbeit mit Hinterbliebenen Kindern vermittelt.

 

12.09.2016: Trauerrituale bei Muslimen

Frau Songül Yasar von der Muslimischen Seelsorge Salam e.V. in Frankfurt, hat uns an diesem Abend aus muslimischer Sicht den Umgang mit Krankheit, islamische Bestattung, Hygienebestimmungen und Organspende sehr kompetent und anschaulich informiert.

 

14.11.2016: Einsatznachsorge für Einsatzkräfte

An diesem Abend stand unser Angebot für Einsatzkräfte im Mittelpunkt. Uwe Neumann, unser Koordinator für dieses Angebot, informierte über die verschiedenen Gesprächsmodelle, zugeschnitten auf die jeweilige Situation der Einsatzkräfte nach den internationalen Standards CISM/SBE.

 

Themen 2015:

 

14.03.2015: Krisenintervention/Gesprächsführung mit Traumaopfern

In dem Tagesseminar stand uns wieder Dr. Paul Gamber, Systemischer Therapeut, zur Verfügung. Schwerpunkte dieser Veranstaltung waren: Aktives Zuhören - Körpergefühle und Umweltbedingungen beachten - Bewältigungsfragen und das Beenden der Gespräche mit den Betroffenen im Einsatz.

 

11.05.2015: Umgang mit traumatisierten Menschen

Mit Irene Runkel, langjährige Notfallseelsorgerin, Ausbildung in systemischer Therapie und Ausbilderin für neue NotfallseelsorgerInnen, hatten wir eine echte Praktikerin eingeladen, die uns sehr anschaulich in diese Thematik einführte und uns eine ganze Reihe von praktischen Beispielen aus Ihrer Arbeit näher brachte.

 

09.11.2015: Akute Belastungsreaktion

Andreas Egry, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie gestaltete diesen Abend mit Berichten und Definitionen über die unterschiedlichen Formen von Depressionen und psychiatrischen Krankheitsbildern.

 

Themen 2014:

08.11.2014: SiN-Aktiv "Grenzgang"

Was erwarten die anderen Teile der Rettungskette von uns? Wie weit dürfen wir gehen, wo liegen unsere Grenzen im Einsatz? Diese und andere Fragen zu "Grenzgängen" in unseren Einsätzen wollten wir an diesem Tag mit Hilfe verschiedener Referenten klären. Bei dieser Veranstaltung waren die 22 teilnehmenden Notfallseelsorger zu Gast in den Räumlichkeiten der freiwilligen Feuerwehr Nauheim.

Vor der Vortragsreihe begann der Tag traditionell mit einem gemütlichen Frühstück. Michael Scherer-Faller, der neue Pfarrer für Notfallseelsorge des evangelischen Dekanats Groß-Gerau, gab dann eine Einführung in das Tagesthema Grenzgänge. Dabei erinnerte er auch an die innerdeutsche Grenzöffnung, deren 25jähriges Jubiläum am nächsten Tag anstand.

Mit Kriminaloberkommissar Tim Türke begannen dann die eigentlichen Vorträge. Er stellte ausführlich die Arbeit der Kriminalpolizei dar und das dabei manchmal aufrührende und direkte Fragen an die von der SiN betreuten Menschen gestellt werden müssen. Ebenso kam aber auch zur Sprache, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen der SiN bestehen.

Danach ging das Staffelholz der Referenten über an Söhnke Seewald vom Amt für Gefahrenabwehr Groß-Gerau. Er schilderte aus Sicht der zentralen Leitstelle und des Rettungsdienstes die Zusammenarbeit mit der SiN.
Sein Fazit: das die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert und sehr geschätzt wird.

Im Anschluß an die beiden ersten Vorträge gab es ein gemeinsames Mittagessen, bevor Christian Hartmann, Gemeindebrandinspektor aus Nauheim, das letzte Referat begann. Er erläuterte die Hierachie bei gemeinsamen Einsätzen mit der SiN und erinnerte auch an die persönliche Schutzausrüstung, die je nach Einsatzart nötig werden kann und bei Bedarf durch die Feuerwehren der SiN zur Verfügung gestellt wird.

Da alle Referenten verschiedene Vortragsarten wählten, war die nötige Abwechslung gegeben.
Den Ehrenamtlichen wurde weder langweilig noch wurden sie mit Informationen überfrachtet.

Zum Abschluß der Veranstaltung gab es die Möglichkeit, bei Kaffee und reichlich Kuchen noch einmal das bei den Vorträgen Gehörte zu reflektieren. Dank der vielen hilfreichen Hände waren aufräumen und spülen danach schnell erledigt.

Wir bedanken uns sehr herzlichst bei den Referenten für die interessanten Vorträge und bei der freiwilligen Feuerwehr Nauheim für die herzliche Gastlichkeit.

 

 

22.10.2014: Besichtigung des Krematoriums Im Birkengrund

In unseren Einsätzen sind wir meist im Kreis Groß-Gerau unterwegs. An diesem Tag aber waren die SiNnler zu Besuch im Kreis Offenbach, in Obertshausen.

Und auch wenn die Überschrift sich merkwürdig liest, so war es doch ein sehr informativer "Betriebsausflug" für die 13 Ehrenamtlichen. Sie wurden von drei Mitarbeitern des Krematoriums empfangen, die dann abwechselnd während des Rundgangs die Abläufe schilderten.

Schon von außen zu unterscheiden sind die Räume für die Lebenden und die Toten: die beiden Bereiche des Gebäudes sind farblich und baulich verschieden. Ein Teil der Anlage dient den Angehörigen bei Bedarf zum Trauern und Abschiednehmen. In einem kleinen Raum kann dies am offenen Sarg oder auch an der Urne geschehen.

Der Ablauf von der Entgegennahme von Verstorbenen, ihrer Überprüfung und den folgenden Schritten bis hin zur Überführung der Asche in die Urnenbehälter wurde den Notfallseelsorgern erklärt. Auch wurde die Technik des Krematoriums ausführlich erklärt.

Gängige Irrtümer wurden erläutert, wie etwa das ein Klappern in der Urne von Zähnen stammen würde- tatsächlich kommt es durch einen gravierten Stein, der zur Nachverfolgung dient, dem sogenannten "Schamottstein". Ebendieser verhindert auch einen der anderen verbreiteten Irrtümer: das es zu einem vermischen oder verwechseln der Asche kommen kann.

Anschließend gab es einen kleinen Umtrunk, bei dem die Ehrenamtlichen noch viele Fragen stellten, die alle versiert und verständlich beantwortet wurden. Nach fast anderthalb Stunden ging es dann wieder zurück in den Kreis Groß-Gerau.

Notfallseelsorge ist nun mal eine spezielle Aufgabe. Und für diese Aufgabe können die vermittelten Informationen durchaus hilfreich werden. Dafür und für die freundliche Führung möchten wir uns sehr herzlich bei den Angestellten des Krematoriums Im Birkengrund bedanken.

 

 

12.04.2014: Workshop "Deine Stimme im Einsatz"

Ein "Stimm"ungsvoller Workshop stand für die Ehrenamtlichen der SiN an diesem Samstagvormittag auf dem Programm. Um fit in den Workshop zu kommen, wurde der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück begonnen.

Die Referentin Sigrid Schönecker erwies sich schnell als ein Glücksgriff. Mit viel Fachwissen, Elan und guter Laune verstand sie es, Interesse an der eigenen Stimme zu wecken. Mehr über die Stimmtrainerin finden Sie hier auf Ihrer Homepage "vielsagend".

Was ist "Stimme", was kann ich mit "Stimme" machen und was macht "Stimme" mit mir (und meinen Zuhörern)? Welche Rolle spielen Gefühle dabei? Wie kann man das Erlernte in der SiN-Praxis umsetzen?

All dies war verbunden mit vielen praktischen Übungen- bei denen die 20 teilnehmenden Ehrenamtlichen auch einen Riesenspaß hatten. Die Zwerchfelle wurden reichlich trainiert- nicht nur mit Lachen sondern auch mit gezielten Übungen, da dies für die Atmung und somit auch den Einsatz der Stimme wichtig ist.

Wer gut arbeitet, muss gut essen. Beim anschließenden Mittagessen konnten alle feststellen, dass Kiefer, Zunge, Stimmbänder und Zwerchfell gelockert waren. Geschmeckt hat es allen und "stimmlich" waren die SiNler bestens drauf.

Schöner Abschluss war, dass viele helfende Hände in kurzer Zeit "Klarschiff" gemacht haben, daher nochmals vielen Dank an alle Teilnehmer.

 

 

12.03.2014: Vortrag "Krisenintervention" von Paul Gamber

Ein besonderes Thema stand beim ersten SiN-Aktiv 2014 an: Dr. Paul Gamber, systemischer Therapeut und Autor mehrerer Bücher zu dem Thema, hielt einen Vortrag über Krisenintervention.

Nach einer fachlichen Einführung in das Thema folgte eine tiefgehende Erläuterung über die Gesprächsführung mit Betroffenen. Besonders in diesem Teil kamen zahlreiche Fragen der ehranamtlichen Notfallseelsorger, die vom Referenten kompetent und verständlich beantwortet wurden.

So war der Abend für die 23 Aktiven sehr interessant und lehrreich, weswegen wir uns bei dem Referenten sehr herzlich für den Vortrag bedanken möchten.

 

 

 

Themen 2013:

 

07.12.2013: SiN-Aktiv Fortbildung "Deeskalation"

Am frühem Samstagmorgen trafen sich 20 SiNler zum letzten SiN-Aktiv 2013. Thema der ganztägigen Veranstaltung war Deeskalation. Uwe Walzel, Hauptkommissar beim Polizeipräsidium Südhessen, referierte die Veranstaltung.

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es los. Anhand von Beispielen aus SiN-Einsätzen konnte der Referent zeigen, wie wichtig frühzeitiger Einsatz der Deeskalationstechniken für deren Erfolg ist.

Mit vielen Übungen, bei dem die Teilnehmer auch aktiv einbezogen waren, ging es nach dem Mittagessen weiter. Trotz des vollen Programms kam durch den Referenten der Spaßfaktor nicht zu kurz.
Entsprechend gut war dann auch die Stimmung bei den Ehrenamtlichen.

Am Ende der Veranstaltung wurde dann noch ein neuer ehrenamtlicher Notfallseelsorger in die SiN eingeführt.

 

 

11.03.2013: Schweigepflicht und Umgang mit der Presse
Die Überschrift unserer SIN-Aktiv Veranstaltung am 11.3.2013 „Schweigepflicht bei der Notfallseelsorge“ machte schon sehr neugierig und so war es nicht überraschend, dass viele Aktive den Weg nach Groß-Gerau gefunden haben. Unterstützt durch einige unserer „Azubis“, die mitten in der NFS-Ausbildung sind, war die Beteiligung mit 27 Personen dann fast rekordverdächtig.

 

Wir wurden auch nicht enttäuscht. Unser Referent Pfr. Raimar Kremer, Fachberater im Zentrum Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, führte mittels zwei Rollenspielen mit Beteiligung unserer Aktiven und Neuen in das Thema ein und wir konnten bald feststellen, dass es ein sehr komplexes Thema ist.  Wir sind grundsätzlich verpflichtet über unsere Einsätze zu schweigen – für die Betreuten ist es enorm wichtig, dass Einzelheiten darüber, was sie uns erzählen und wie sie sich verhalten, nicht an andere weitergegeben werden.

In welchen Ausnahmesituationen aber auch die Aktiven der SiN nicht den Schutz des gerichtlichen Zeugnisverweigerungsrechts kommen wurde ebenso angesprochen wie auch Situationen, in denen Erfahrenes weitergegeben werden muss, etwa Ausnahmefälle wie Terrorgefahren.

Fazit: allen Teilnehmern wurde das Thema Schweigepflicht noch einmal sehr bewusst gemacht und es gab interessante Neuigkeiten. Auch wurden Sachverhalte angesprochen, die vom Vereinsvorstand jetzt auf Anwendbarkeit bei der SiN überprüft werden.