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Notfallseelsorge und Covod 19

Wir halten es gerade in einer Zeit, in der die konsequente Vereinzelung und Isolierung zu Recht gefordert und durchgesetzt wird, für umso wichtiger, dass wir Menschen nicht sich selbst überlassen, wenn sie durch den plötzlichen, in dieser Weise unerwartet eingetretenen Tod eines anderen Menschen oder ein anderes extrem belastendes Ereignis seelisch erschüttert sind.
Wir meinen, es ist gerade in dieser Zeit umso wichtiger, diesen Menschen durch die konkrete, personale Präsenz nahe zu sein, sie zu stabilisieren und - soweit es geht - sie zu begleiten. So, wie wir das seit nunmehr über 22 Jahren für wichtig halten, ist es dies in der gegenwärtigen Zeit umso wichtiger. Wenn es brennt, ruft die Feuerwehr nicht an und erläutert, wie gelöscht wird - Feuerwehr fährt wie der Rettungsdienst und die Polizei zu den Menschen, wenn es einen Grund dafür gibt. So halten wir es auch weiterhin, denn wir verstehen uns als einen Teil der Gefahrenabwehr.

Bei Beibehaltung des Notfallseelsorge-Angebots insgesamt gilt:
In der jetzigen besonderen Lage ist nachvollziehbar, wenn einzelne Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger Einsatzschichten derzeit nicht fahren können. Dafür kann es gute und richtige und wichtige Gründe geben. Bisher konnten wir alle Einsätze übernehmen und den Betroffenen zur Seite stehen.

Wir bitten um Nachsicht, dass der Selbstschutz unserer Notfallseelsorger*innen Vorrang hat und wir Masken tragen und persönliche Berührungen vermeiden.
In diesem Zusammenhang sind wir als Notfallseelsorgende davon überzeugt, dass wir besonders in dieser Zeit eine wichtige gesellschaftliche Ressource darstellen.

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